YPS mit Gimmick Nr. 1281: Das Periskop für Dein Handy

(c) Egmont Ehapa Verlag
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YPS hat sich mit der zweimonatigen Erscheinungsweise mittlerweile ganz gut eingependelt, finde ich. Der Abstand hat den Vorteil, dass man zum Beispiel auf die Jahreszeiten eingehen kann, ohne entweder zu früh oder zu spät dran zu sein. Zum Beispiel wäre die Redaktion nicht gezwungen, ein Gimmick, das gut zu Ostern passt, schon im Dezember rauszubringen, weil das nächste Heft unter Umständen erst nach Ostern rauskommt. Sechs statt vier Ausgaben stellt die Redaktion dann aber auch vor gewisse Herausforderungen, die sie bis jetzt ganz gut meistern. Sehen wir uns daher die aktuelle Ausgabe von YPS an, die ab heute an den Kiosken liegt.

Das Gimmick: Das Periskop für Dein Handy

In einer früheren Ausgabe gab es ja schon einmal verschiedene Linsenaufsätze für die Handykamera. Das Periskop arbeitet nach dem gleichen Prinzip, der Aufsatz wird mittels einer Halterung vor die Linse der Kamera geklemmt. Bei meinem Handy stellte sich dabei allerdings ein Manko heraus: Es ist mit der Schutzhülle, die ich immer dran habe, zu dick. Nachdem ich es heraus genommen hatte, ging es gerade so (ich habe nun mal kein superschlankes Smartphone). Das Justieren des Periskops gestaltete sich entsprechend schwierig, da die Halterung an dem dickeren Handy richtig festklemmte. Das Testbild, das ich an meinem Schreibtisch gemacht habe, ist daher nicht unbedingt aussagekräftig. Aber: Es funktioniert. Ich hätte nur die Glasabdeckung nicht mit den Fingern berühren sollen…

Die Artikel

Folgende Artikel sind in dieser Ausgabe erschienen:

  • Liebe Yps-Leser: Das Vorwort, das neugierig machen soll – und neugierig macht.
  • Wo ist Walter? Ein Abdruck des Gemäldes „Die niederländischen Sprichwörter“ von Pieter Bruegel, das wie ein Wimmelbild aussieht, zusammen mit der Aufgabe, einen bestimmen Gegenstand zu finden. Das finde ich sehr faszinierend, nicht nur wegen der Suchaufgabe, sondern wegen des Gemäldes an sich. Bruegel hat nicht weniger als 80 (!) niederländische Redewendungen in dem Gemälde bildhaft dargestellt. Meine niederländische Lieblingsredewendung ist ab sofort: „Wer Feuer frisst, scheißt Funken!“
  • Wir haben Post / Her mit den Bildern: Die Leserpost.
  • Blickwinkel: Die Seite über das Gimmick und vergangene Periskop-Gimmicks.
  • Spieglein, Spieglein: Passend zum Periskop ein Artikel darüber, wie man Spiegel benutzen kann, um um die Ecke zu sehen, Zeichnungen zu kopieren oder Signal zu geben. Das ganze ist einschließlich einer entsprechenden Bauanleitung.
  • Täuschbörse: Hier geht es darum, wie die Natur und der Mensch ihre Umwelt täuschen.
  • Alphaville: Mancher mag jetzt sagen: „Ist das nicht der Name einer Musikgruppe?“ Ja, tatsächlich, um diese „Alphavilles“ geht es, die Gruppe, die mit „Big in Japan“ Big in Germany und anderswo wurde. YPS interviewt den Sänger Marian Gold.
  • Gestern & Heute: Das ist eine Rubrik, in der man es schafft, sowohl „Baywatch“ als auch „Werthers Echte“ unterzubringen. Ein Vergleich damals und heute.
  • Retter in der Not: In diesem Artikel geht es um Erste Hilfe und wie man einzelne Maßnahmen durchführt. Als Notfallsanitäter muss ich dem geneigten Leser allerdings dringend ans Herz legen, einen Erste-Hilfe-Kurs zu machen. Lesen ist gut, üben ist besser! Und es machen immer noch zu viele Menschen im Falle eines Notfalles nichts, bevor der Rettungsdienst eintrifft.
  • ÜPS-Humor: Kommt ’n Mann zum Arzt… ach, denn kennt Ihr schon? Wenn Ihr YPS früher regelmäßig gelesen habt, dann kennt Ihr diese Witze bestimmt auch, es handelt sich mal wieder um ein „Best Of“ aus alten Heften.
  • Alle Mann auf die Brücke! YPS beleuchtet die Geschichte der „STAR-TREK“-Computerspiele.
  • Ideen-Reich: Die aus früheren Heften schon bekannte Doppelseite über Gimmicks, die entweder zu groß oder zu teuer sind, um dem YPS-Heft beizuliegen (oder beides). Ja, und weil auch mir ein Gimmick alle zwei Monate nicht reicht, habe ich noch eine Loot Box abonniert.
  • Die Trickser: Lifehacks, in früheren Tagen auch liebevoll „Trick 17“ genannt (oder „Trick 17 mit Selbstüberlistung“, wenn’s mal nicht funktioniert hat). Dazu ein Interview mit zwei Tüftlern, die ihr Leben den Lifehacks gewidmet und das Buch „Trick 17 – 365 geniale Alltagstipps1“ veröffentlicht haben.
  • Bei der Macht von Grayskull! Der Comedian und YPS-Fan Hennes Bender hat sich die alten Hörspiele der „Masters of the Universe“ wieder einmal angehört und beschreibt seinen Eindruck.
  • Lastesel: Die Autorubrik des YPS-Heftes berichtet diesmal von Transportern von damals.
  • Null Problemo: Ein Interview mit dem Programmplaner Josef Göhlen, der in den 1970er- und 80er-Jahren Serien wie „Heidi“, „Wickie“, „Die Muppet-Show“, „Alf“ oder auch „Die Simpsons“ nach Deutschland brachte.

Die Comics

  • Yps & Co – Floor Plank Swing: Kaspar hat das Tagebuch seines Großonkels, eines begeisterten Musikers gefunden. Da dieser als verschollen gilt, wollen sich Yps & Co in seinem Club mal umsehen. Dabei kommt auch das Gimmick des Heftes zum Einsatz.
  • Punk Piraten – Kummer mit dem Käpt’n (aus Heft Nr. 1184): Der Kapitän der Rattenbande geht seiner Mannschaft auf die Nerven. Um zu beweisen, dass er kein Schwächling ist, geht er in die Katzengasse.
  • Der rote Korsar: Eine Leseprobe aus dem Band 9 der Geschichten um den Roten Korsar („Der Herrscher mit der Goldmaske1„), der Comic-Reihe von Jean-Michel Charlier und Victor Hubinon.
  • Yinni + Yan – Der Herrscher von Brimborium (aus Heft Nr. 85): Das YPS-Fernsehteam hat es mit dem verzogenen Sproß einer Herrscherfamilie zu tun. Bei dem Comic fällt auf, dass der Zeichenstil, obwohl die Episode aus Heft 85 stammt, schon sehr weit entwickelt ist im Gegensatz zu den ersten Ausgaben. Diese Geschichte hätte man gut auch einer Nummer von über 200 zuordnen können.
  • Pif & Herkules – Katzengold: Herkules kauft ein Kunstwerk und findet einen verfluchten magischen Ring.
  • Ragnar der Wikinger – Am Hof von König Karl (aus Heft Nr. 90): Ragnar soll dem König der Franken eine Botschaft überbringen. Um sicherzugehen, dass die Antwort den Herrscher der Wikinger erreicht, soll Ragnar beim König als Geisel bleiben.
  • Yps, Kaspar, Patsch und Willy und das Detektiv-Periskop (aus Heft Nr. 547): Ein Einseiter zu einem Periskop-Gimmick.
  • Vorschau: YPS mit Gimmick Nr. 1282 erscheint am 14. September 2017

Der Eindruck

Wieder einmal ein sehr gut gelungenes Heft von der Mischung her. Ich schrieb oben, dass ein Zwei-Monats-Magazin eine gewisse Herausforderung sei, denn immerhin muss sich die Redaktion nun Themen für zwei Ausgaben mehr aussuchen, als bei einer vierteljährlichen Erscheinungsform. Im Moment sieht es so aus, als würden ihnen die Themen nicht ausgehen. Aber auf der anderen Seite, die Nostalgie geht ja Schritt um Schritt mit. Wer weiß, vielleicht kommen wir irgendwann bei einem Heft an, in dem es heißt: „Wisst Ihr noch, damals, als das YPS-Heft neu als Magazin erschienen ist?“

Die Mischung aus Nostalgie und Wissen macht es aus, und die Redaktion trifft den Mix. Bei den Comics fällt mir ein starker Gegensatz zwischen den – ich nenne sie jetzt mal so – „unbedarfteren“ und denen, die eindeutig für ein erwachsenes Publikum gedacht sind, auf. Vor allem der Geschichte von „Pif & Herkules“ merkt man an, dass sie sich eher an jüngere Leser wendet, der „Rote Korsar“ ist da ein richtiger Kontrast, denn hier geht es ziemlich brutal zu und es wird auf grausame Weise gestorben.  Mit den „Punk Piraten“ habe ich persönlich noch nie etwas anfangen können, aber als diese im YPS-Heft aufkamen, war ich in der letzten Lesephase der Hefte. Meine persönlichen Klassiker sind und bleiben „Yinni + Yan“ und „Captain York“.

Mein Fazit: Ja, äh… weiter so! Ich kann nichts anderes schreiben. Sicher trifft nicht alles genau meine Zustimmung, aber die Mischung ist gut, und das, was mir nicht gefällt wird gut ausgeglichen.


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Über Thorsten Reimnitz 835 Artikel
Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

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