STAR WARS Comics Nr. 17: Das Gefängnis der Rebellen

Werbung
(c) Marvel / Panini Comics
(c) Marvel / Panini Comics

Was bisher geschah
Auf VROGAS VAS ist es zu einer Konfrontation zwischen den Rebellen und Darth Vader gekommen, der eigentlich nur des Rebellen Luke Skywalkers habhaft werden wollte. Das Gefecht barg dann auch keinen Sieg für Vader. Zwar konnte er im Lauf der Kämpfe einen der Konkurrenten um den Platz an der Seite des Imperators, Karbin, töten, dafür ist den Rebellen aber nicht nur die Flucht gelungen, sie konnten auch Vaders Gehilfin Dr. Aphra gefangen nehmen. Da diese zuvor damit prahlte, in Vaders Pläne eingewiehen zu sein, wird sie mit Hilfe von Sana in die Haftanstalt SUNSPOT gebracht werden, dem Gefängnis der Rebellen. Doch kaum richtig dort angekommen wird das Gefängnis Ziel eines Überfalls.
Währendessen sind Han Solo und Luke Skywalker unterwegs, um für die Rebellen Vorräte zu besorgen. Solo wird allerdings übermütig und verspielt das Geld der Rebellion beim Sabacc…

„Sie halten sich für was besseres als die Menschen in diesen Zellen. Darum werden Sie diesen Krieg auch verlieren, Prinzessin.“
– Der Anführer der Angreifer auf das Gefängnis der Rebellen

Zunächst wirkte der Angriff auf das Gefängnis der Rebellen wie eine groß angelegte Befreiungsaktion, doch nun wird klar, dass das Gegenteil der Fall ist. Der Anführer der Angreifer, der in diesem Heft noch namenlos bleibt, ist ein radikaler Kämpfer, der nicht einsieht, warum die Rebellenallianz die Verbrecher in diesem Gefängnis menschlich behandelt. Zunächst beginnt er mit Hilfe seiner Droiden, die in ihren Zellen eingesperrten Verbrecher hinzurichten. Als Leia ihm in die Quere kommt, lässt er einfach ein paar von den gefährlichsten Verbrechern frei in der Hoffnung, die Prinzessin würde diese aus Selbstverteidigung erschießen. Und als das nicht klappt, lässt er einfach die Schleuse des Raumes öffnen, in den Leia die Verbrecher eingesperrt hat. Schließlich ist die Rebellenanführerin auch noch gezwungen, Dr. Aphra aus ihrer Zelle zu lassen. Sie braucht jede Unterstützung, die sie kriegen kann. Sie, Aphra und Sana versuchen, den Kommandostand des Gefägnisses zurück zu erobern.

Han Solo und Luke Skywalker sind indessen damit beschäftigt, für Geld zu arbeiten, was sie zu manch unangehmen Schmuggeljob führt…

Auch diese Geschichte ist ein wenig zweischneidig, da die zwei Plots so unterschiedlich sind wie es überhaupt nur geht. Der Plot um Leia, Sana und Aphra im Gefängnis der Rebellen ist sehr düster. Der geheimnisvolle Anführer fordert Leia und ihre humanistische Einstellung heraus. Er bringt die Gefangenen einfach um, die meisten haben keine Chance, sich auch nur irgendwie zu wehren. Dabei macht er ständig Andeutungen darüber, in welchem Verhältnis er und die Prinzessin stehen, ohne dass wir allerdings etwas Konkretes erfahren. Es handelt sich um einen typischen Mittelteil einer Geschichte, in dem sich Leia und der geheimnisvolle Angreifer die Aktionen wie Bälle zuspielen: Er macht was, sie reagiert. Sie macht was, er reagiert. Keiner behält die Oberhand.

Der Plot um Solo und Skywalker ist dafür extrem „leicht“ und versucht, auf der Humorschiene zu fahren. Meinem Geschmack nach gelingt das nur leidlich, denn die Szene, in der Solo den Falken mit einer Herde Nerfs füllen muss und Luke anpflaumt, dass er hinterher alles wieder saubermachen darf, wirkt sehr gezwungen. Es gibt einen Bonuspunkt dafür, dass die Szene sehr gut im Star-Wars-Universum verankert ist, denn später wird Leia Han in „Das Imperium schlägt zurück“ als „Nerfherder“ bezeichnen (deutsch „Nerfhüter“, in der deutschen Fassung des Films wird es allerdings mit „Wookieetreiber“ übersetzt). Mehr allerdings nicht.

Bei dieser Episode handelt es sich um einen Mittelteil, der zwar Spannung aufrecht erhält, aber auch den Eindruck erweckt, dass er nirgendwo hinführt, weil man sich etwas verloren vorkommt. Immerhin wird der Plot um Luke und Han zu einem Ende gebracht, so dass diese sich im nächsten Heft um etwas mehr Action bemühen können.

 

Werbung
Über Thorsten Reimnitz 841 Artikel
Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*