STAR WARS Comics Nr. 5: Darth Vader

Werbung
(c) Panini Comics
(c) Panini Comics

Was bisher geschah:
Darth Vader ist beim Imperator in Ungnade gefallen. Nicht nur hat er es zugelassen, dass die Rebellen den Todesstern vernichten, er hat auch die Zerstörung der imperialen Anlagen auf CYMOON nicht verhindern können. Da der Todesstern als „Furchtinstrument“ gedacht war, das als Druckmittel gegenüber den Sternsystemen den Senat ersetzen sollte, gerät das Imperium in unruhiges Fahrwasser. Der Imperator entzieht Vader das Vertrauen und setzt ihm Großgeneral Tagge vor die Nase, der ihn überwachen soll. Vader findet jedoch heraus, dass Tagges Adjudant mit Schmugglern in Verbidung stand, die imperiale Transporte überfallen haben. Er entscheidet, eigene Intrigen zu schmieden, um hinter den Plan des Imperators zu kommen…

„Da gerade niemand hier ist, den es zu töten gilt – wie kann ich behilflich sein?“

-Tripel-Zero

Vader möchte mehr über die neuen Kontakte des Imperators erfahren und eine eigene Armee aufstellen, damit er schlagkräftiger agieren kann. Dazu bedient er sich der Archäologin Doktor Aphra, die Spezialistin für alte Waffensysteme ist. Sie aktiviert den Folterdroiden Tripel-Zero und den Blastomech-Prototyp BT-1. Dann führt sie den dunklen Lord der Sith nach Geonosis, wo er seine gewünschte Armee erhalten soll…

Rezension

Oh wow! Der Comic schafft den Spagat zwischen „sehr dunkel“ und „amüsant“. Und er ist voller raffinierter Einfälle. Doktor Aphra kommt am Anfang wie ein weiblicher Indiana Jones rüber (was durchaus beabsichtigt ist, beispielsweise beklagt sie sich, dass das Stück, das sie aus einem Museum stehlen will, in ein Waffenarsel gehört – was ein Spiegelbild der Szene aus „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ ist, wo Indy lauthals betont, das „Kreuz von Coronado“ gehört in ein Museum und nicht in Privatbesitz), aber es wird sehr schnell klar, dass sie alles andere als idealistisch ist. Sie ist eine Söldnerin, skrupellos und zudem eine glühende Verehrerin von Darth Vader. Als dieser sie anheuert, ihm eine Armee zu beschaffen, hat sie keine Probleme damit, die zwei Droiden, die sie eigentlich für einen anderen Auftrag beschaffen sollte, ihm zu überlassen. Und da sind wir beim tief-dunklen Teil: diese Droiden sind – auch wiederum beabsichtigt – wie dunkle Spiegelbilder von C3PO und R2-D2. 0-0-0 oder „Triple-Zero“ sieht aus wie C3PO, nur ist seine Außenhülle dunkelgrau. Er stellt sich genau so über-höflich vor wie sein goldenes Ebenbild, aber Tripel-Zero ist ein eiskalter Folter-Droide. Seine Fähigkeiten darf er dann im Verlauf der Geschichte auch noch unter Beweis stellen. BT-1 ist von der Grundform her ein Astromech-Droide, allerdings ist sein Kopfteil zylindrisch (wie der Droide, den Owen Lars auf Tattoine eigentlich ursprünglich statt R2 kaufen wollte), seine Außenhülle ist ebenfalls dunkelgrau und statt nützlicher Instrumente hat er unter seiner Blechhülle verschiedenste Arten von (unter anderem auch Flammenwerfer). Die ganze Atmosphäre der Geschichte passt verdammt gut zu einer Handlung, in der es um den dunklen Lord der Sith geht. Sehr gut gelungen finde ich auch die Einbindung von Schauplätzen aus der Prequel-Trilogie, in dem Fall von Geonosis.

Die Comics sind dazu gedacht, gewisse Lücken zu schließen, die die STAR-WARS-Filme hinterlassen haben. Was Darth Vader betrifft, schaffen sie das sehr gut und man kann gespannt sein, wie sein persönlicher Feldzug weitergeht (auch wenn man weiß, dass alles letztlich in DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK mündet). Die Geschichte von Luke Skywalker hatte einige sehr gute Anklänge, nun bleibt abzuwarten, wie es bei ihm weitergeht. Allerdings: Das war der letzte Comic dieser Heftreihe, der dieses Jahr und vor der Premiere von DAS ERWACHEN DER MACHT erscheint. In einem anderen Artikel werde ich noch einen Blick auf die Sonderpublikation „Prinzessin Leia“ werfen, aber ansonsten wird der nächste Artikel zum Thema „STAR WARS“ eine Rezension über den Film sein.

Noch 13 Tage…

 

Werbung
Über Thorsten Reimnitz 841 Artikel
Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*