KRIEG DER FERNE: Lügen fürs Leistungsschutzrecht

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Endlich kann ich mich mal wieder meinem Lieblingsthema widmen – der Science Fiction! Stefan Niggemeier hat nämlich einen neuen Artikel „Lügen fürs Leistungsschutzrecht“ in seinem Blog veröffentlicht und mir ist gerade der Gedanke gekommen, dass man daraus einen „Star-Wars“-Mashup machen kann. Wie? Na, indem man die Artikel analog der „Star-Wars-Filme“ aufreiht. Und zwar so:

KRIEG DER FERNE Episode I: Die dunkle Bedrohung

In Episode 1  zeigen sich dunkle Wolken am Horizont. Der Bundestag ist in Aufruhr. Die Forderung nach dem „Leistungsschutzrecht für Presseverleger“ ist der Grund. Die Verleger haben jegliche Erläuterung von Fakten eingestellt, in der Hoffnung, ein Gesetz zu erzwingen.

KRIEG DER FERNE Episode II: Angriff der Klone

In Episode 2 wird dokumentiert, wie wiederholt die selben falschen Fakten ins Spiel gebracht werden. Die angeblichen neuen Argumente für das Leistungsschutzrecht sind keine neuen, es sind Klone.

KRIEG DER FERNE Episode III: Die Rache der Presse

In Episode 3 sehen wir, wie verdreht ein Presseverband argumentieren kann, wenn es darum geht, Argumente von Google gegen ein Leistungsschutzrecht angeblich zu wiederlegen.

KRIEG DER FERNE Episode IV: Keine neue Hoffnung

Es herrscht Kleinkrieg. Die Gefechte in Episode 4 werden zwischen dem BDI und Springer-Frontmann Matthias Döpfner ausgetragen. Der BDI lehnt das Leistungsschutzrecht ab. Die Pressevertreter erzeugen Gegenwind.

KRIEG DER FERNE Episode V: Das Imperium schlägt zurück

Die Kritik am Leistungsschutzrecht wird von den Verlegern in Episode 5 mit einem einfachen Argument auf die Seite gewischt: Die Kritiker würden alle von Google bezahlt.

KRIEG DER FERNE Episode VI: Die Rückkehr der Ladenhüter

Kein Happy-End in Episode 6: Die Verleger setzen sich aller Vernunft zum Trotz durch, der Bundestag beschließt das Leistungsschutzrecht für Presseverleger. Anstatt der Ewoks feiern die Vertreter und Anwälte der großen Verlage. Ende der Geschichte? Aber nicht doch…

KRIEG DER FERNE Episode VII: Erben des Imperiums

Google will natürlich nicht kampflos aufgeben, noch dazu, da das „Leistungsschutzrecht“ genau das geworden ist, was die Kritiker immer gesagt haben: Ein bürokratisches Monster, das mehr Rechtsunsicherheit erzeugt als es eindeutig regelt. Deswegen geht auch die Desinformation durch die Verleger in Episode 7 weiter.

„Krieg der Ferne“ reimt sich nicht nur auf „Krieg der Sterne“ (die älteren unter uns werden sich erinnern, dass „Star Wars“ in Deutschland ursprünglich so hieß), sondern es verdeutlicht auch die Ferne, die die Presseverlage zur Realität mittlerweile haben. Da es in Deutschland neuerdings ja wieder opportun zu sein scheint, dem Krieg das Wort zu reden, passt das ganz gut in diesen Konflikt. Ich jedenfalls komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.

Das Gesetz gehört abgeschafft. Aber ich bezweifle, dass das in naher Zukunft – wenn überhaupt – passieren wird. Also bleibt nur, auf Episode 8 zu warten…

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Über Thorsten Reimnitz 841 Artikel
Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

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