ZDF neo: „Auf der Flucht – Das Experiment“ – „Grenz“erfahrungen im wahrsten Sinn des Wortes

ZDF neo hat den Start eines Vierteilers bekannt gegeben, der den Titel „Auf der Flucht – Das Experiment“ trägt. Hinter dem Titel, der an eine aus den 1960er Jahren stammende Fernsehserie erinnert, verbirgt sich eine Art Dokutainment-Show, in der sechs Deutsche nachfühlen sollen, wie sich ein Flüchtling fühlt, der versucht, aus Afrika heraus nach Deutschland kommt.

Nochmal zum Mitschreiben: Anstatt, dass man reale Flüchtlinge interviewt und von ihren Erfahrungen berichten lässt, werden Menschen, die sich noch nie mit dem Gedanken tragen mussten, ihr Land fluchtartig zu verlassen, in eine Spielsituation versetzt, in der sie genau das „nachfühlen“ sollen. Und die Zuschauer mit ihnen. Im Gegensatz zu den Flüchtlingen aus Afrika haben die Kandidaten dieser Sendung natürlich die Möglichkeit, jederzeit zu rufen: „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ Ach ne, das war was anderes. Aber das Prinzip ist das gleiche, die Kandidaten können jederzeit aufhören, wenn es ihnen zu hart wird.

Warum man das Prinzip dieser Sendung durchaus kritisch sehen kann, auch ohne eine Folge davon gesehen zu haben, hat das Blog „Afrika Wissen Schaft“ hier zusammengetragen: „‚Sieh’s mal neo’kolonial

Die erste Sendung der Reihe soll heute Abend um 22.15 Uhr auf ZDF neo laufen.

Über Thorsten Reimnitz 835 Artikel
Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*