1. August – Jahreskreis einer neuen Mythologie beginnt

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Die Zeiten ändern sich – und wir ändern uns mit ihnen… Ganz früher beobachtete man den Jahreskreislauf genau und beging eine Reihe von Jahrestagen, die einen auf die kommende Zeit einstimmten. Eingepasst waren diese Tage in eine Mythologie von Göttern, die erklärte, warum die Sonne schwächer wird und zu sterben scheint, bevor sie ihre alte Stärke wieder erreicht.

Doch im Lauf der Jahre und Jahrhunderte und durch verschiedene Ereignisse wie etwa die Christianisierung Europas, wurde das alles verwischt. Es gibt noch Jahrestage, aber diese sind teilweise von ihrer ursprünglichen Bedeutung völlig abgehaben. Mal ganz davon abgesehen, dass solche Dinge wie „Ernte“ für die meisten Menschen nicht mehr so im Leben präsent sind, wie noch vor 100 Jahren.

Vor einiger Zeit hatte ich mal den Gedanken, wie wäre es denn, wenn man den Jahreszyklus einer neuen Mythologie verknüpft? Vielleicht meldet sich da bei mir der bei offenbar jedem Menschen vorhandene Sinn, eine gewisse Ordnung und Regelmäßigkeit in den Dingen des Lebens zu sehen (sehen zu wollen), aber der Gedanke erschien mir passend. Und ich dachte, dieses Jahr probiere ich es einfach mal aus. Mal sehen, was daraus entsteht. Und als Mythologie, die den Jahrszyklus begleiten soll, habe ich „Star Wars“ erwählt. Das hat mehrere Gründe, natürlich ist „Star Wars“ eine moderne Mythologie, es ist in mehreren großen Episoden erzählt und enthält die Punkte, die wir zum Jahreszyklus brauchen. Und beginnen wollen wir heute. Wer das Experiment des neuen Jahreskreises mit mir unternehmen möchte, der kann sich heute Abend die DVD der Episode 1 von „Star Wars“ in den DVD-Player tun und der Zeit gedenken, die gerade angefangen hat. Mal sehen, was daraus wird.

1. August – Die dunkle Bedrohung

Der erste August war früher der Tag, an der Beginn der Zeit der Ernte begangen wurde. Der längste Tag des Jahres (Midsommer) war schon vorbei und die Nächte wurden länger und die Tage kürzer. Die Dunkelheit nahm zu. Doch noch waren die Tage länger als die Nächte.

Das spiegelt sich auch in „Star Wars – Episode 1: Die dunkle Bedrohung“ wieder. Die Dunkelheit ist bereits da, aber noch nicht ganz sichtbar. Nur erste Handlanger wie Darth Maul oder die Handelsföderation treten hervor. Noch ist das Licht aber stark genug, repräsentiert durch die Jedi und die willensstarke Königin Amidala. Zweifel bleiben jedoch zum Schluss – wird die Dunkelheit in Form der Sith wieder an Macht gewinnen? Aber Hoffnung gibt es auch: Anakin Skywalker, der der Macht das Gleichgewicht wiedergeben soll. Eine zweifelhafte Hoffnung allerdings, da einige Jedi in ihm auch eine Gefahr sehen. Zudem ist deutlich zu sehen, dass die Republik, eigentlich ein Leuchtfeuer in der Dunkelheit, in ernsthaften Schwierigkeiten steckt.

So gehen wir dem nächsten Jahrestag entgegen, während schleichend die Dunkelheit mächtiger wird…

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Über Thorsten Reimnitz 841 Artikel
Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

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