„Tim und Struppi“-Film: „Das Geheimnis der Einhorn“ 2011

Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn (Comic-Cover)
Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn (Comic-Cover)

Fast genau ein Jahr ist es her, als ich in diesem Blog eine Artikel-Reihe über die Abenteuer von „Tim und Struppi“ veröffentlichte (eine Übersicht über die Artikel gibt es hier).  In dem Artikel habe ich kurz die geplante „Tim und Struppi“-Kinofilm-Trilogie angesprochen, von der damals noch nicht sehr viel bekannt war. Seit Anfang des Jahres kamen einige Meldungen, dass das Projekt weiter fortschreitet und zurzeit gedreht wird – und zwar im „Motion Capture“-Verfahren, da der Film kein Real-, sondern ein Computerwerk werden soll.

Mittlerweile ist sogar ein Datum für den Start bekannt gegeben worden. Laut „The Hollywood Reporter“ soll der Film, der den Titel „Tintin – The Secret of the Unicorn“ („Das Geheimnis der Einhorn“) trägt, am 23. Dezember 2011 in die Kinos kommen. Allein der Titel legt es schon nahe, aber auch die Besetzung, dass das gleichnamige Album von Hergé die Grundlage für die Geschichte des Films  hergeben soll. Die Darsteller für die verschiedenen Rollen sind unter anderem Jamie Bell als Tim, Andy Serkis („Gollum“ aus „Herr der Ringe“) als Kapitän Haddock und Daniel Craig („James Bond“) als Rackham der Rote. Soweit die Fakten. Was jetzt folgt, sind ein paar Spekulationen von mir. Dabei werde ich auf die vermutlich Handlung des Films eingehen. Wenn Sie sich das nicht verderben lassen wollen, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, das lesen an diesem Artikel zu beenden.

ACHTUNG! AB HIER SPEKULATION UND SPOILER!

Ich lese da noch ein paar interessante Rollen in dem Film, nämlich Allan (dargestellt von Daniel Mays), Ben Salaad, Bianca Castafiore und ein namenloser „Afgar Outpost Soldier“. Allan ist Haddocks verbrecherischer erster Offizier an Bord der Karaboudjan in „Die Krabbe mit den goldenen Scheren„. Aus dem gleichen Album stammt auch (Omar) Ben Salaad, der Kopf einer Opiumschmuggler-Bande. Und in dieser Geschichte findet die „historische“ Begegnung von Tim und Kapitän Haddock statt. Es sieht also so aus, als seien für diese Kinoversion von „Das Geheimnis der Einhorn“ einige Elemente aus „Die Krabbe mit den goldenen Scheren“ mit eingeflossen. Sehr viele offenbar, denn auf der Liste fehlen andererseits wichtige Figuren, wie etwa die Brüder Vogel-Faull (wobei es natürlich sein kann, dass diese einfach nicht gelistet wurden – oder erst in der Fortsetzung wirklich auftauchen). Müsste ich spekulieren, könnte ich mir vorstellen, dass Haddock versucht, den Schatz seines Ahnen Franz von Hadoque zu finden, während Allan ihn mit Alkohol ruhig stellt und seinen Opiumschmuggel durchzieht. Wie die Castafiore da reinpasst, ist mir selbst noch nicht ganz klar.

Ich werde das jetzt nicht werten. Ich kenne die Handlung nicht. Außerdem ist mir bewusst, dass Kino einer anderen Dynamik folgen muss als ein Comic. Und es kommt dazu, dass die Comics von Tim und Struppi weltweilt bekannt sind. Wenn man sich sklavisch an die Vorlage hält, erzählt man nichts Neues. Vielleicht gelingt es den Autoren (Joe Cornish, Steven Moffat und Edgar Wright), die bekannten Geschichten zu etwas zu verbinden, das auch den langjährigen Fans, die das Vorbild in- und auswendig kennen, Überraschungen zu bieten vermag. Obwohl, eine Überraschung darf eigentlich keine sein: der große Bösewicht im Hintergrund – wenn er denn in der Handlung vorgesehen ist. Denn wenn es ihn gibt, dann kann es sich nur um einen handeln: Roberto Rastapopoulos. Jede andere Lösung läuft Gefahr, die Fans zu enttäuschen.

Ich persönlich bin schon sehr gespannt.

Über Thorsten Reimnitz 831 Artikel
Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

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