CSI: NY – Ein Rückblick auf Staffel 4

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Am Montag lief die letzte Folge der 4. Staffel von „CSI: NY“, die uns ein spannendes Finale einer meiner Meinung nach innovativen Staffel lieferte. Die Produzenten trauten sich – trotz des Autorenstreiks, der zu dieser Zeit stattfand -, gleich mehrere Dinge auszuprobieren. Dass es eine übergreifende Handlung gibt, hatten wir ja schon mit dem „Miniaturenmörder“ in „CSI: Den Tätern auf der Spur“ gesehen. Das Rätsel um die Zahl „333“, mit der Mac Taylor seit seiner Rückkehr aus New York traktiert wird, dauerte jedoch nur einen Teil der Staffel und wurde komplett aufgelöst, ohne den Cliffhanger in die nächste Staffel zu liefern, was eher schon ein Novum ist.

Folge 5, „Die Venusfalle“, lieferte zudem zwischendrin auch noch einen Fall, der nicht direkt aufgeklärt wurde. Die Mörderin, die man hier jagte, wurde erst in Folge 15, „Killerlady“, gestellt.

Schließlich ist da der Taximörder, der das Team die letzten Folgen der Staffel in Atem hielt und in dessen Machenschaften der Sohn von Macs toter Frau Claire hineingezogen wurde. Aber auch hier wurde der Fall vor dem Ende der Staffel, in der vorletzten Folge, aufgeklärt.

Ebenfalls über mehrere Folgen zogen sich die Konsequenzen aus dem Tod von Ruben Sandoval, dem Sohn von Danny Messers Nachbarin. In „Schlechter Scherz“ wird dieser bei einem Überfall von einem Querschläger getroffen und stirbt. Danny, der auf Ruben hätte aufpassen sollen, bekommt ein schlechtes Gewissen, was dazu führt, dass er sich mit der Nachbarin auf eine Affaire einlässt. Dadurch bekommt seine Beziehung zu Lindsay „Montana“ Monroe Risse, was zu einer vorübergehenden Trennung der beiden führt.

Auch Einzelfolgen stechen hervor: In „Tod im Anzug“ müssen die Ermittler ein Auto finden, das ausgestattet ist wie der Wagen von James Bond, in „Stirb an einem anderen Tag“ geht es um ein Mordopfer, das anscheinend aus der Zukunft kommt (was mit dem Satz „Ein Fall für Doctor Who!“ quittiert wird) und in „Die Nacht der lebenden Toten“ werden zu Halloween scheinbar übernatürliche Fälle präsentiert, die jedoch eine ganz wissenschaftliche Erklärung haben. In letzter Episode ist Robert Picardo (der Holodoc vom Raumschiff Voyager) Gast und spielt einen Polizisten. Erfreulicherweise wurde daran gedacht, in der deutschen Fassung seine bekannte Synchronstimme zu verwenden.

Zuletzt muss noch die Titelmusik erwähnt werden. Es handelt sich immer noch um „Baba O’Riley“ von „The Who“, allerdings wurde es geändert, vermutlich, um es den Titelmusiken der anderen CSI-Serien anzupassen. In denen wird eigentlich nur ein Satz gesungen, beim bisherigen Titel von „CSI: NY“ fast eine ganze Strophe. Die neue Version beschränkt sich auf einen Kernsatz und klingt sehr modern.

Leider hat man beschlossen, die Beziehung zwischen Mac Taylor und Peyton Driscoll sang- und klanglos zu beenden. Als Mac Taylor in der ersten Folge von seinem Urlaub in London zurückkehrt, ist sie einfach nicht mehr dabei. Erst in Folge 4, „Stirb an einem anderen Tag“, wird erwähnt, dass sie in London geblieben ist, weil sie dort Arbeit gefunden hat.

Alles in allem kann man aber sagen, dass diese Staffel, obwohl sie wegen des Autorenstreiks nur 21 Folgen lang ist, einiges zu bieten hat. Das Niveau, das man von „CSI“ gewohnt ist, wird gehalten bis zur letzten Episode, in der Mac Taylor während einer Geiselnahme einen Tatort untersuchen soll. Diese Folge nimmt einige überraschende Wendungen und endet schließlich in einem Cliffhanger. Wie die Situation für Mac Taylor endet, werden wir erst am Anfang von Staffel 5 erfahren.

Eines noch am Schluss: Wie kommt es, dass der kleine Sender VOX die Staffel von „CSI: NY“ bereits ganz ausgestrahlt hat, während der „große Bruder“ RTL sich irgendwie nicht dazu durchringen konnte, „CSI“ und „CSI: Miami“ fortzusetzen?

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Über Thorsten Reimnitz 841 Artikel
Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

1 Kommentar

  1. ich muss dir folkommen recht geben in allen Punkten.
    Ich bin verrückt nach csi ny, besonders weil es sih nict nur auf die Mordfälle konzentriert sondern auch die Charakthere sehr zur geltung kommen.
    Das Einzige was mich an csi ny stört ist, dass sie Danny und Lindsay nicht genügend Raum geben. Ihre Beziehung ist sehr komplitziert, da man nie weiß wie es um sie steht.
    Sonst ist die Serie ein absoluter hit und ich freu mich schon auf die nächsten Staffeln.

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