10 Comics, die man gelesen haben sollte (Teil 8)

Bisher gab es nur die graue Theorie in Sachen Comics. Natürlich, ich habe zahlreiche Kaufempfehlungen gegeben, und vielleicht hat sich der ein oder andere gedacht, „Mensch, vielleicht kaufe ich das mal bei Gelegenheit!“ Und die Gelegenheit zog vorüber, nickte kurz und ging dann ruhigen Schrittes zu den anderen verpassten Gelegenheiten, wo sie seitdem in der Kommune lebt. Doch nie wieder!!! In diesem achten Teil werde ich Comics präsentieren, und zwar passend zur Zahl genau acht Comics, die man nicht kaufen muss. Weil sie sofort online lesbar sind. Jawohl, Ladies und Gentlemen, die Rede ist von Online-Comics. Nicht wenige davon sind in undeutsch, das bitte ich zu bedenken. Aber gibt es eine schönere Art, seine angerosteten Kenntnisse mal wieder auf Vordermann zu bringen? Hier also acht ausgewählte Tipps:

1. Nodwick:

Darum geht es: Die Abenteuer des untersten Wichtels in der klassischen Abenteuergruppe, wie wir sie aus Rollenspielen und Fantasybüchern kennen: Der Henchman, wörtlich Gefolgsmann, schleppt geduldig der Gruppe alle Waffen, Schätze und Ausrüstung hinterher und erlebt dabei allerlei haarsträubende Abenteuer.

Das gibt es dazu zu sagen: Nodwick entstand ursprünglich als Comic-Beilage im hauseigenen Clubmagazin des Dungeon&Dragon-Herstellers TSR. Nodwick ist saukomisch, und im Gegensatz zum Magazin „Dragon“ gibt es ihn immer noch. ‚Nuff said!

Da findet man es: http://nodwick.humor.gamespy.com/gamespyarchive/index.php?date=2001-04-10

2. Order of the Stick

Darum geht es: Die Heldengruppe bestehend aus Elfenzauberin, Kender-Ranger, Zwergenkleriker, Krieger, Barde und Diebin strebt nach Ruhm, Gold und Anerkennung. Und dies in einer Welt, die streng nach Rollenspielregeln funktioniert. Was kann da noch schiefgehen?

Das gibt es dazu zu sagen: Ein weiteres, diesmal inoffizielles, Rollenspiel-Comic zum bekannten D&D-System. Nun, äh, einfacher können die Zeichnungen wohl kaum werden, und so hab ich mich lange darum gedrückt. Zu Unrecht – ich hab einen Schluckauf gekriegt vor Lachen!

Da findet man es: http://www.giantitp.com/comics/oots0001.html

3. Nicht lustig!

Darum geht es: Weniger ein Comic, mehr eine Sammlung von Bilderwitzen mit Yetis, Lemmingen, Dinosauriern, dem Tod und einem Mann, der in der Wand wohnt.

Das gibt es dazu zu sagen: Unser deutsches Online-Wunder: Joscha Sauer. Er veröffentlichte seine Bilder im Internet und fand bald so breiten Anklang, dass er heute davon leben kann. Wir freuen uns und erfreuen uns an seinem völlig schrägen Humor, der alles ist außer „nicht lustig!“

Da findet man es: http://www.nichtlustig.de/

4. Looking for Group

Worum geht es: Erneut die Abenteuer einer Gruppe  von Abenteurern (ein Muster zeichnet sich ab). Doch diesmal gehören sie eher der unfreundlichen Fraktion der Horde an. Nur ein Elfischer Paladin versucht, Gutes zu tun – und scheitert bitterlich.

Das gibt es dazu zu sagen: Ein – nein, DAS Comic im Windschatten des populären MMORPGs World of Warcraft. Wenn man sich ein wenig damit auskennt, wird man „Looking for Group“ lieben. Sehr sehenswert dazu ist auch das Musical „Looking for Group“ auf Youtube. „Arielle, die kleine Meerjungfrau“ wird man danach mit anderen Augen sehen…

Da findet man es: http://lfgcomic.com/page/1


5. Die kleine Gruftschlampe

Darum geht es: Äh, um die kleine Gruftschlampe?

Das gibt es dazu zu sagen: Wieder ein kleiner deutscher Hit, der Internet-sei-Dank populär geworden ist. Der Humor sitzt anfangs nicht immer, doch es wird. Wahre Grufties hassen die Gruftschlampe natürlich, weil sie nicht gerne als nette Leute enttarnt werden. Daher mögen sie oft auch Navy CIS nicht…

Da findet man es: http://www.drive-in-cartoons.de/modules.php?name=dic&galid=5&gid=1

6. Calvin and Hobbes

Darum geht es: Calvin und sein bester Freund, der ausgestopfte Tiger Hobbes, durchleben die großen und kleinen Tücken des Alltags. Dank Calvins unerschöpflicher Fantasie wird es dabei nie langweilig.

Das gibt es dazu zu sagen: Calvin und Hobbes ist das beste klassische 3-Panel-Comic der Welt. Punkt!

Da findet man es: Kaufen! Aber hier eine Sammlung aller C&H-Schneemann-Comics: http://www.simplych.com/snowmen.htm

7. PS238

Darum geht es: Sie sind Superhelden-Eltern und wissen nicht, wohin mit Ihren Kindern? Die Excelsior Public School kümmert sich um die kleinen Racker mit den Superkräften. Was soll schon groß passieren?

Das gibt es dazu zu sagen: Was Sie schon immer über die Schule von Professor Xavier wissen wollten, aber nie zu fragen gewagt haben. Ich hab ja schon gesagt, was ich von S/W-Comics auf Dauer halte. Dennoch lesenswert.

Da findet man es: http://nodwick.humor.gamespy.com/ps238/comics/index.php?date=2001-11-29

8. Dilbert

Darum geht es: Dilbert! Das Büro! Das Leben! Den Mensch!

Das gibt es dazu zu sagen: Dilbert muss man mögen. Im Büro zu arbeiten soll dabei ungemein helfen. Ich bin kein ausgesprochener Fan, aber für viele ist es einfach Kult. Das respektiere ich und zolle dem hiermit Tribut.

Da findet man es: Der G.I. hat es in seiner unermesslichen Güte auf der Startseite verlinkt. Ansonsten: http://www.dilbert.com/

1 Kommentar

  1. So, heute mal umgekehrt, Carsten schreibt und ich kommentiere dazu, denn diesmal ist er mir zuvor gekommen, und zwar bezüglich Dilbert. Da ich – wie richtig bemerkt – das Dilbert-Widget in diesem Blog installiert habe, wollte ich noch einen kleinen Artikel dazuschreiben. Bevor der fertig war, kam Carsten mir zuvor, deswegen hier eine kleine Ausführung meiner Gedanken:

    Dilbert ist ein Angestellter in einer großen Firma, er ist Software-Ingenieur und arbeitet in einem Großraumbüro, das durch Aufstellwände in lauter kleine Abteile unterteilt ist. Dilberts Vorgesetzter ist ein größtenteils kahlköpfiger Mensch, dessen Resthaar in zwei Spitzen ausläuft. Dieser Mensch hat nicht viel im Kopf und mehr als einmal gelingt es Dilbert und seinem Kollegen Wally, ihn zu verwirren, zum Beispiel indem sie behaupten, dass Daten verloren gegangen seien, weil sich an Computer des Chefs ein USB-Kabel gelöst hatte – und diese Daten nun aus dem Stecker gefallen und in den Teppich gesickert seien.

    Überhaupt, in der Firma arbeiten lauter seltsame Leute, die Buchhaltung wird von Trollen betrieben, das Marketing hat einen Wunschbrunnen, der einem für ein Goldstück jede Frage beantwortet und Freitags gibt es gegrilltes Einhorn. Der Chef der Personalabteilung ist „Mister Catbert“, eine fiese Katze, die gern mit den Leuten spielt, bevor sie sie endgültig entlässt. Und wo wir gerade bei Tieren sind, Dilbert lebt nicht allein, er hat Dogbert, einen Hund, und Ratbert, eine Ratte. Dogbert versucht ständig, die Weltherrschaft anzustreben und Ratbert möchte einfach nur geliebt werden. Letzteres möchte Dilbert auch, doch bei den Frauen hat er nicht so den Erfolg, jedenfalls nicht auf Dauer.

    Es ist diese Mischung aus Parodie, Satire und völligem Durchgeknalltsein, die mich so anspricht. Ich habe mal – scheint ewig her zu sein – in einem Bürojob gearbeitet, und ja! Scott Adams hat Recht! Und wenn ich heute manchmal mitkriege, wie kompliziert die Dinge in der Verwaltung noch immer sind, muss ich feststellen, dass sich offenbar seit 20 Jahren nicht viel geändert hat. Wenn ich mein multinationales Firmenimperium gegründet habe, dann mache ich das anders… falls es mich dann noch interessiert.

    Scott Adams schreibt übrigens auch ein Blog (The Dilbert Blog), in dem er ganz unterschiedliche Gedanken festhält. Mal sind sie satirisch-witzig wie seine Cartoons, etwa wenn er überlegt, warum er diesem Typ, den er kennt und der eigentlich ganz nett ist, jedes Mal, wenn der den Mund aufmacht, eine Schaufel über den Kopf schlagen und ihn begraben möchte („Some People“), mal aber auch sehr nachdenklich, wenn er beispielsweise überlegt, welche Art von Präsident er gern für die USA hätte – und wie die Realität aussieht („The Single Most Important Issue“).

    Ich kann sowohl Adams‘ Bücher als auch die Comics nur empfehlen. Daher auch das Widget auf dieser Seite.

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