STAR WARS – Episode 3: Die Rache der Sith [Rezension]

Drei Jahre dauern die Klon-Kriege bereits an, als die Separatistenbewegung ein riskantes Manöver unternimmt: Sie ziehen ihre Kräfte über Coruscant zusammen und überfallen die Hauptstadt der Republik. Im Zuge dieses Handstreichs gelingt es ihnen, den Obersten Kanzler Palpatine gefangen zu nehmen. Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi werden zurückbeordert. Sie befreien den Kanzler und Anakin tötet Count Dooku. Leider entkommt der General der Separatistenarmee, ein Wesen, halb Droide, halb Mensch: Grievous.
Während die Jedi Obi-Wan allein losschicken, um nach diesem zu suchen, muss Anakin mit einer Reihe verwirrender Eindrücke fertigwerden: Padmé ist schwanger, er bekommt neue Alpträume, dass sie bei der Geburt des Kindes stirbt, auf Betreiben von Palpatine wird ihm ein Sitz im Rat der Jedi gewährt, allerdings ohne dass er zum Meister befördert wird. Die Jedi ahnen nicht, dass der letzte Schritt der Sith, die Falle für die Jedi zuschnappen zu lassen, kurz bevorsteht…

  • Rezension

Teil 3 markiert die größte Not, in die die Galaxis im Verlauf der Saga stürzen wird. Nun endlich kommen all‘ die kleinen Spiele ans Licht, nur dummerweise haben sich die Jedi so sehr gefangen nehmen lassen, dass sie sich nicht mehr befreien können. Ihr Untergang steht bevor. Und auch diesmal, bevor ich weitermache, die Warnung: Dies ist keine gewöhnliche Rezension, um die Motive der Episode zu ergründen, komme ich nicht umhin, Plotverläufe und zukünftige Entwicklungen – und damit verbundene eventuelle Überraschungen – offen zu legen. Lesen Sie bitte nur dann weiter, wenn Ihnen damit nicht zu viel verraten wird.

„Die Rache der Sith“ beginnt handlungstechnisch, bildlich und musikalisch mit einem Paukenschlag. Nachdem das Vorwort vorbei ist, tauchen wir mitten ein in die Schlacht von Coruscant. Lucas‘ Erzählart, eine Geschichte nicht am Anfang, sondern sozusagen „in medias res“ zu beginnen, wird damit auf die Spitze getrieben. Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi sind mit ihren Jägern mitten in der Schlacht und suchen das Schiff von General Grievous, um den entführten Kanzler Palpatine zu befreien. Dieser ist, wie Obi-Wan später erwähnt, mit seinen 13 Jahren Amtszeit weit über die übliche Zeit eines Regierungschefs der Republik hinaus. Nur durch Sonderverordnungen und -vollmachten ist ihm das gelungen, ein Treiben, das die Jedi mit zunehmenden Argwohn betrachten. Was dahinter steckt, nämlich dass Palpatine und der Sith-Lord Darth Sidious ein und dieselbe Person sind, erkennen sie nicht. Sie halten es lediglich für Manöver eines machtbesessenen Politikers, der seinen Stuhl nicht räumen will.

Nachdem Obi-Wan und Anakin in Grievous‘ Schiff eingedrungen sind, finden sie den Kanzler – und treffen auf Count Dooku. Es kommt zum erneuten Duell zwischen den dreien. Dooku gelingt es, Obi-Wan außer Gefecht zu setzen, doch Anakins Kräfte sind in der Zwischenzeit gewachsen. Er überwindet den Sith-Lord und schlägt ihm die Hände ab. In dem Moment befiehlt Palpatine, Anakin sollte ihn töten. Schließlich sei er ein Sith und zu gefährlich, um am Leben zu bleiben. Anakin kämpft mit sich selbst, weil dieser Mord gegen den Kodex der Jedi verstößt, doch dann tut er es. Die Flucht gelingt allerdings nicht, und die Jedi werden mit dem neuen General der Separatisten konfrontiert: Grievous, einem ehemaligen Lebewesen, der jetzt zum größten Teil ein Droide ist. In der folgenden Auseinandersetzung gelingt ihm die Flucht, wobei er sein eigenes Flaggschiff dem Untergang geweiht zurücklässt. Anakin gelingt es jedoch, dieses mit einer Bruchlandung zu Boden zu bringen.

Auf Coruscant trifft Anakin auf Padmé, die ihm eröffnet, von ihm schwanger zu sein. Ihre heimliche Beziehung hat sich damit noch verkompliziert, doch Anakin freut sich, was sich kurz darauf ändert: Wie Jahre zuvor bei seiner Mutter bekommt er nun Visionen von Padmé, die stirbt – bei der Geburt des Kindes. Doch er ist wild entschlossen, sie zu retten.

Palpatine will Anakin wegen seiner besonderen Verdienste zu „Augen und Ohren der Republik“ im Jedi-Rat machen. Er geht dabei sehr subtil vor. Einerseits versucht er, Anakins Gewissenskonflikt um den Mord an Count Dooku zu zerstreuen, andererseits sät er Zweifel gegenüber den Jedi. Anakin weiß, dass er gegen den Kodex der Jedi verstoßen hat, doch Palpatine bezeichnet es als eine „natürliche Reaktion“, er habe sich nur dafür rächen wollen, dass ihm Dooku den Arm abgeschlagen hat. Wieder sieht man Palpatines / Sidious‘ Talent, Leute zu seinen Gunsten in die Irre zu führen: Er redet Anakin ein, dass es sein Wunsch gewesen sei, Dooku zu töten, obwohl er es erst getan hat, nachdem der Kanzler ihn dazu angestachelt hatte. Diese seine eigene Rolle bei der Sache lässt er allerdings unter den Tisch fallen. Zweifel gegenüber den Jedi sät Palpatine, indem er diese verdächtigt, einen Staatsputsch zu planen und behauptet, er halte lediglich Anakin für vertrauenswürdig genug, deswegen solle er den Sitz im Rat erhalten und ihn warnen, falls die Jedi etwas gegen die Republik planen.

Natürlich weiß Palapatine, dass die Jedi von seinem Vorstoss nicht sehr erfreut sind, aber das ist sogar eingeplant. Denn so fügen sich die Jedi seinem Wunsch, aber sie verweigern Anakin die Ernennung zum Meister. Als kurz darauf zur Sprache kommt, dass Obi-Wan nach General Grievous suchen soll, verwehren sie ihm diesen Auftrag. Anakin ist wütend und enttäuscht, obwohl Obi-Wan ihn zu beruhigen versucht. Er sei das jüngste Mitglied im Rat der Jedi, darauf solle er stolz sein.

Weiter verunsichert wird Anakin durch ein Gespräch mit Meister Yoda. Er führt dies wegen seiner Visionen um den Tod von Padmé. Doch anstatt ihm erwartungsgemäß einen Rat zu geben, was er tun kann, um diese Ereignisse zu verhindern, sagt ihm Yoda, dass man um die, die in die Macht eingehen, nicht trauern soll. Das widerspricht Anakins Gefühl, und in die Lücke springt mal wieder Palpatine, der von Darth Plagues dem Weisen erzählt. Er habe die Midichlorianer so manipulieren können, dass sie Leben erschufen, womit er das Sterben der Menschen verhindern konnte. Als Anakin nachfragt, ob man diese Fähigkeit lernen könnte, antwortet der Kanzler: „Jedenfalls nicht von einem Jedi.“

Die Jedi hingegen begehen einen weiteren Fehler, indem sie umgekehrt Anakin auf den Kanzler ansetzen. Sie misstrauen ihm, geben sie unumwunden zu, und wollen wissen, was passiert, wenn der Krieg wirklich beendet wird – ob Palpatine dann alle seine Sondervollmachten wie versprochen wieder zurückgebe. Doch damit „bestätigen“ sie das Misstrauen, das Palpatine schon zuvor ausgesprochen hat: die Jedi planen eine Verschwörung, die Republik zu übernehmen. Sie verstoßen damit auch gegen ihre eigenen Regeln, nicht in die Politik einzugreifen, genauso wie es die Sith geplant haben. Die Sith haben die Jedi dadurch, dass einer der ihren im höchsten politischen Amt sitzt, quasi dazu gezwungen, gegen den eigenen Kodex zu handeln. Dadurch wird es später einfacher, gegenüber dem Volk und den Senatoren zu behaupten, die Jedi hätten einen Aufstand geplant.

Obi-Wan reist unterdessen nach Utapau, wo er Grievous stellt und töten kann. Anakin wird auf Coruscant beauftragt, dem Kanzler die Botschaft zu übermitteln. An seiner Reaktion darauf wollen sie ablesen, was zu tun ist. Palpatine überrascht Anakin mit sehr viel Wissen um die dunkle Seite der Macht – und da erkennt er, dass er Darth Sidious vor sich hat. Er meldet seine Erkenntnis dem Jedi-Rat weiter. Wieder zeigt der Sith-Lord höchste Flexibilität in seinem Plan: Zuerst lässt er seinen Schüler Dooku töten, weil ihm klar war, dass Anakin sehr viel machtvoller sein wird, nun überlässt er Anakin scheinbar die Entscheidung, ob er zum Rat geht oder nicht. Ihm ist bewusst, dass Anakin zwischen zwei Welten schwankt und er pokert hoch. Anakin geht in der Tat zu Mace Windu und teilt ihm mit, was er herausgefunden hat. Mace geht mit einigen Jedi zum Kanzler, um ihn festzusetzen. Dieser lässt dabei alle Masken fallen und verteidigt sich mit einem Laserschwert, das er hervorragend zu führen versteht.

Anakins innerer Konflikt ist indessen auf dem Höhepunkt. Er quält sich mit seiner Entscheidung. Einerseits ist er ein Jedi – andererseits will er Padmé retten. Schließlich bricht auch er zum Büro des Kanzlers auf. Dort angekommen ist dieser von Mace Windu in die Enge getrieben worden. Seine Machtblitze werden vom Laserschwert des Jedi-Meisters zurückgeworfen und entstellen ihn. Windu will den Sith töten, da er zu gefährlich sei, um am Leben zu bleiben. Anakin will ihn lebendig, um wenigstens die Chance darauf zu haben, von seinem Wissen um Leben und Tod für Padmé zu profitieren. Er hält Windu auf, indem er ihm beide Hände abschlägt, worauf Sidious den Jedi-Meister aus dem Fenster seines Büros in die Straßenschluchten von Coruscant schleudert.

An diesem Punkt hat sich alles so weit kummuliert, dass Anakin bereit ist, sich für die dunkle Seite zu entscheiden. Sidious benutzt auch immer noch Tricks, indem er beispielsweise behauptet, wenn Anakin die Separatisten vernichtet (die der Sith ja selbst angestachelt hat), herrsche endlich Frieden in der Galaxis. Die Jedi erklärt er zu Feinden der Republik und schickt Anakin mit einigen Klon-Batallionen in den Jedi-Tempel. Gleichzeitig lässt er an alle in der Galaxis verteilten Truppen die „Order 66“ ausgeben. Dieser geheime Befehl war den Klon-Truppen während ihrer Herstellung auf Kamino einprogrammiert worden. Sie wenden sich damit gegen die sie befehlenden Jedi und töten sie. Nur Yoda, der einen Feldzug auf Kashyyk geleitet hat, entkommt mit Hilfe der dort lebenden Wookiees, sowie Obi-Wan, der bei einem Schuss aus dem Hinterhalt knapp verfehlt und für tot gehalten wird.

Zurück auf Coruscant müssen die beiden von Anakins Taten erfahren, der im Jedi-Tempel selbst die Jünglinge nicht verschonte. Yoda bestimmt, dass es Obi-Wans Aufgabe sei, seinen ehemaligen Schüler aufzuhalten, während er selbst Sidious konfrontieren werde. Selbiger ist gerade dabei, eine Rede vor dem Senat zu halten. Er bezichtigt die Jedi der Kollaboration und des Verrats der Republik und verkündet gleichzeitig die Umformung dieser in das erste „Galaktische Imperium“, dessen Imperator er sein wird. Die Senatoren spenden Beifall, was Padmé zu der entsetzten Feststellung treibt: „So geht die Demokratie unter. Mit tosendem Applaus!“

Die Beispielse ähnlicher Situationen in der Geschichte der Menschheit sind vielfältig, wenngleich es natürlich kein direktes Vorbild gibt. Die wenigsten Anführer, die sich schließlich zu Tyrannen entwickelten, hatten ihre Machtübernahme so minutiös geplant. Meistens war es der Fall, dass sie am Anfang noch tatsächlich aus höheren Motiven handelten, dann aber von der erlangten Macht so berauscht waren, dass sie sie nicht mehr abgeben wollten. „Cäsaren-Wahn“ nennt man so was auch, und das gibt es im großen wie im kleinen. Prominentestes Beispiel für eine solche Machtübernahme, die tatsächlich auch von vorneherein einem Plan folgte, ist sicherlich Adolf Hitler, dessen Partei das deutsche Parlament zunächst mit Verfahrensfragen blockierte und dann Schritt für Schritt die Macht an sich riss, bis das „Dritte Reich“ ausgerufen wurde. Wieder griff hier – wie auch bei Palpatine – das Argument, dass Demokratie viel zu kompliziert sei, weil es so viele Leute mit so vielen Meinungen gäbe, und dass es sehr viel einfacher wäre, wenn ein starker Mann alle Staatsgeschäfte regelt, ohne dass ihm jemand reinredet.

Nachdem er sich zum Imperator erklärt hat, wird Palpatine von Yoda konfrontiert. Das Duell geht unentschieden aus, auch wenn die beiden dabei den halben Senat zerlegen. Yoda kann Palpatine nicht besiegen und flieht mit Hilfe von Senator Bail Organa von Alderaan.

Obi-Wan spricht mit Padmé und erzählt ihr von Anakins Taten. Besorgt folgt diese Anakin zum Planeten Mustafar, wo dieser die Anführer der Separatisten ermordet hat. Obi-Wan fliegt als blinder Passagier in ihrem Schiff mit. Als Anakin ihn sieht, verdächtigt er Padmé, sich auch gegen ihn gewandt zu haben. Er würgt sie, als er sie loslässt, bleibt sie bewusstlos liegen. Es kommt zunächst zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen ihm und Obi-Wan, der beide Seiten nochmal aufzeigt. Obi-Wan wirft Anakin vor, er habe sich manipulieren lassen, worauf Anakin die Jedi der Lüge bezichtigt. Wütend bezeichnet er Padmé quasi als sein Eigentum („Ihr habt sie gegen micht aufgehetzt!“ – „Ihr werdet sie mir nicht wegnehmen!“), Obi-Wans Einwand, dass sein Verhalten das bereits getan hätte, wischt er beiseite („Erteilt mir keine Lektion!“). Er brüstet sich damit, Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für „sein“ neues Imperium gebracht zu haben. Obi-Wan erwidert, seine Loyalität läge bei der Republik und der Demokratie. Zum zweiten Mal geht Anakin auf sein Argument nicht ein: „Wenn Ihr nicht auf meiner Seite steht, dann seid Ihr mein Feind!“ Damit macht er klar, dass das Duell nicht mit Argumenten auszutragen sei. Wenn Obi-Wan nicht seine Ansicht teilt, ist er sein Feind. Basta! Damit beginnt das berühmte Duell zwischen Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker, einer der Dreh- und Angelpunkte der STAR-WARS-Saga.

Bei dem Duell stolpert Anakin über seine Selbstüberschätzung. Obi-Wan ist ihm tatsächlich überlegen, dennoch bringt er es nicht über sich, ihn zu töten, als er ihn schwer verletzt hat. Die Hitze eines Lavastroms setzt ihn schließlich in Brand. Obi-Wan hält ihn für so gut wie tot, nimm sein Laserschwert mit und verlässt den Ort mit der ebenfalls verletzten Padmé.

Nun kommt es zu einer sehr symbolischen Geburtsszene: Während Padmé ihre Kinder auf die Welt bringt (es sind Zwillinge, wie sich überraschend herausstellt) und ihnen den Namen Luke und Leia gibt, wird Anakin in einem Behandlungsraum von Medo-Droiden versorgt. Seine abgetrennten Gliedmaßen werden durch mechanische Implantate ersetzt, seine Atmung durch ein Lebenserhaltungssystem unterstützt und sein verbranntes Gesicht hinter einer schwarzen Maske versteckt. Aus Anakin Skywalker ist endgültig Darth Vader geworden. Und wie er es vorausgesehen hat, stirbt Padmé kurz nach der Geburt an gebrochenem Herzen. Ihre Kinder aber leben, Leia wird von Senator Organa adoptiert und Luke zu Owen Larrs und Beru nach Tatooine gebracht. Obi-Wan wird in seiner Nähe bleiben und auf ihn achten. Yoda geht auf einen Sumpfplaneten namens Dagobah ins Exil. Und das neue „Galaktische Imperium“ beginnt mit dem Bau einer Superraumstation von der Größe eines kleinen Mondes.

Alles, was die Jedi versucht haben, hat sich in dieser Episode gegen sie gewendet. Selbst die Klone, die die Republik so bereitwillig eingesetzt hat, obwohl ihre Herkunft mehr als zweifelhaft war. Vielfach wurden die Fallstricke von ihren eigenen, starren Regeln gezogen, die sie dann gezwungen waren zu brechen. So gesehen hat sich die Prophezeiung des Auserwählten schon zur Hälfte erfüllt, wenn auch auf eine sehr grausame Weise. Wenn in den nächsten drei Episoden die Sith zu Fall kommen, wird es danach die Aufgabe der Erben der Jedi sein, einen neuen Orden aufzubauen, der keine so strikte Einteilung nach heller und dunkler Seite vornimmt. Denn jeder Mensch hat beides in sich, Licht und Schatten. Eine Seite davon abzulehnen bedeutet, sich selbst abzulehnen. Man muss lernen, damit umzugehen. Und außerdem ist es nicht so, dass man einmal eine Entscheidung für eine Seite trifft, die dann das ganze Leben beeinflusst. Die Entscheidung muss man ständig treffen. Man ist nicht gefeit vor der einen oder der anderen Seite. Das leugnen wir im wahren Leben gern, genauso wie es die Jedi geleugnet haben. Selbst Obi-Wan gab zu, Gefühle entwickelt zu haben, brüderliche Gefühle für Anakin Skywalker. Seine Enttäuschung, ja seine Wut darüber, dass Anakin sich der dunklen Seite angeschlossen hat, ist ihm deutlich anzumerken. Und die Gefühle sind es auch, die ihn daran hindern, selbst Hand an den schwer verletzten Schüler zu legen. So überlebt Darth Vader, damit er letztlich den Imperator zu Fall bringen kann. Erst dann ist der Ausgleich erreicht – und man kann nochmal neu anfangen.

Die Episoden 1 bis 3 sind von manchen Fans sehr hart kritisiert und abgelehnt worden. Ich persönlich denke, dass das jeder mit sich selbst ausmachen sollte. Es ist die Wiedergabe vieler bekannter Motive aus der wirklichen Welt in einer Galaxis „weit, weit von hier entfernt“. Insofern sind die Episoden 1 bis 3 sogar vielschichtiger als 4 bis 6. In 4 bis 6 waren die Fronten nämlich sehr deutlich und klar gezeichnet, die Geschichte eingeteilt in „gut“ und „böse“. In 1 bis 3 kann man sich nie zu sicher sein. Wie ich zu Beginn dieser Rezensionsreihe schon erwähnte, hängt das vermutlich mit George Lucas‘ persönlicher Entwicklung zusammen. Die Episoden 1 bis 3 sind im letzten Schliff nochmal geprägt worden von unserer Gegenwart.

Man muss sie nicht mögen, Kritikpunkte gibt es sicher viele. Aber das ist weder ein Grund noch eine Rechtfertigung für die teilweise groben Beleidigungen, die hier die Runde machen. Das erinnert ja fast an die schlimmsten Zeiten des Konflikts „Star-Wars-Fans gegen Star-Trek-Fans“.

Mit dieser Geschichte war die erste Trilogie abgeschlossen. Ungefähr 20 Jahre sollte die Galaxis unter der Herrschaft des Imperiums leiden, bevor die Handlung von Episode 4 einsetzt und deren Untertitel zufolge „Neue Hoffnung“ bringt. Mehr Ereignisse von diesem Zeitraum soll uns eine Serie nahebringen, die demnächst produziert werden soll. Da darf man gespannt sein.

Die Saga ist noch lange nicht beendet…

Über Thorsten Reimnitz 831 Artikel
Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

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