Die Woche von CSI

Hinter uns liegt eine Woche mit neuen Episoden aller drei CSI-Serien, und meiner persönlichen Ansicht nach haben diese nicht nachgelassen.

„CSI: Miami“ eröffente die Reihe mit „Nie wieder im Rampenlicht„: Als ein Ehebrecher auf der Flucht den Motor seines Bootes anlässt, färbt sich das Wasser hinter seinem Boot rot. Die Schiffsschraube hat die Leiche eines Modells erwischt, der überfahren und ins Meer geworfen wurde. Und es bleibt nicht bei dem einen toten Modell.

Die Episode „CSI: NY“ hieß „Eiskalt„. Bei der Präsentation eines neuen Wodkas kommt der Star des Abends tot auf der Bühne an. Das Vertrackte: Offenbar wurde die junge Dame mit einem Eiszapfen erstochen.

„CSI“ kam mit „Happy Slapping“ auf die Schirme. Der Angestellte eines Hotels wird in der Tiefgarage brutal zusammengeschlagen und stirbt. Drei Blocks weiter wird eine junge Frau kurz darauf ebenso brutal überfallen. Und als Greg Sanders auf dem Weg zu einem möglichen dritten Tatort ist, kommt er zufällig an einer Straße vorbei, wo ein neues Opfer von einer Menge Menschen zusammengeschlagen wird. Als er helfen will, gerät er selbst unter die Fäuste der Täter.

Alle drei Folgen hatten ihre starken Momente. Allerdings wird es bei „CSI: Miami“ etwas verworren: der Ex-Mann von Natalia Boa Vista taucht wieder auf. Natalias Vergangenheit war in der vorigen Staffel kurz Thema, als es um häusliche Gewalt ging. Ihr Mann, gegen den sie damals eine Verfügung erwirkte und der im Gefängnis saß, versucht zunächst, im Kriminallabor eine Anstellung zu finden, was sie verhindern kann. Dann aber geht er zu einer Firma, die Tatorte säubert. Als sie ihm gegenüber die Beherrschung verliert, dreht er den Spieß um und erwirkt eine Verfügung gegen sie. Das führt zu der seltsamen Situation, dass Natalia den Tatort verlassen muss, wenn er auftaucht. Das war mir zwar nicht ganz klar, ich persönlich würde in dem Fall sagen, die Polizeiarbeit geht vor – aber sie und ihre Kollegen haben sich dem gebeugt. Das könnte im Verlauf der Staffel noch für einigen Ärger sorgen, auch wenn Natalia ihrem Ex am Ende noch ein Friedensangebot gemacht hat.

Bei „CSI: NY“ wurde die Beziehung zwischen Danny Messer und Lindsay Monroe etwas genauer beleuchtet. Es war interessant, dass es nicht einfach so glatt ging, aber auch etwas ausgetreten, dass auch Lindsay offenbar ein Geheimnis in ihrer Vergangenheit hat, das sie daran hindert, eine Beziehung einzugehen.

Die stärkste Folge bot diese Woche meiner Meinung nach allerdings „CSI“. Da es um gelangweilte Jugendliche ging, die sich  treffen und zum bloßen Zeitvertreib Menschen zusammenschlagen, wurde hier auch sehr deutlich Kritik am neuen „Way of Life“ ausgesprochen. In der Schlussszene sitzen die Kollegen in der Umkleide zusammen und denken laut darüber nach, was diese Jugendlichen zu ihren Taten gebracht hat. Die Szene ist sehr gut geschrieben, da Catherine, Nick, Warrick und Sarah jeder eine andere Ansicht (Gesellschaft, Eltern, Persönlichkeit etc.) wiedergeben. Es liegt dann an Gill Grissom, ein Resümee zu ziehen aus allen diesen Ansichten und er kommt zu dem Schluss: „Der moralische Kompass kann einem nur die Richtung vorgeben, den Weg muss jeder selbst gehen.“ Soweit ich mich erinnere, wurde in der Serie noch nie so deutlich Gesellschaftskritik ausgesprochen, eher im Gegenteil, manche Methoden – wie zum Beispiel die Todesstrafe – wurden nie in Zweifel gezogen. Einen kleinen Wermutstropfen hat die Episode in ihrer deutschen Übersetzung. Der Originaltitel lautet „Happysmackin'“, der mit „Funnyslapping“ „übersetzt“ wurde. Da hätte man sich etwas besseres einfallen lassen können, sonst ist man auch sehr kreativ, was die deutschen Titel betrifft, noch dazu, da „smacking“ und „slapping“ nicht das gleiche sind.

Nichtsdestotrotz, es bleibt weiterhin interessant…

Über Thorsten Reimnitz 831 Artikel
Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

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