CSI NY: Start von Staffel 3 im deutschen Fernsehen

Als zweite Serie des „C.S.I.“-Kosmos ist diese Woche „CSI: New York“ in die dritte Staffel im deutschen Fernsehen gestartet. Sinnigerweise, möchte man hinzufügen, denn die ursprüngliche Serie „CSI“ startet als letztes mit neuen Folgen. Während „CSI: Miami“ die Schnitttechnik in Richtung „24“ entwickelt hat (mit Bild im Bild oder geteiltem Bildschirm), hat sich bei „CSI: NY“ auch etwas getan. Die Schnitte sind hektischer und es wird viel mehr mit Stadtpanoramen von New York gearbeitet.

„Feier Fall“ heißt der Auftakt der neuen Staffel und gleich als erstes wird der Zuschauer vor vollendete Tatsachen gestellt, was Mac Taylors Liebesleben betrifft. Er hat eine Freundin, die neue Gerichtsmedizinerin Doktor Peyton Driscoll (dargestellt von Claire Forlani). Die beiden begegnen sich dann auch gleich an einem Tatort, ein Mann wurde mit einem Schlüsselanhänger auf der Brooklyn Bridge erstochen. Dieser Mann wollte offenbar jemand einen Heiratsantrag machen, dummerweise passt der Ring nicht zur Größe des Ringfingers seiner Verlobten. Währenddessen sind Messer und Hawkes in der Wohnung eines reichen Partygirls. Diese wurde zu Tode geprügelt, merkwürdigerweise stecken ihre Hände in Sofakissen…

Bei „CSI: NY“ bleibt man beim Staffelauftakt dem Bewährten treu: dem CSI-Schema von zwei Fällen, die parallel bearbeitet werden, aber sonst nichts miteinander zu tun haben. Und die Autoren haben nichts verlernt. Beide Fälle sind spannend erzählt und haben eine unerwartete Auflösung. Erfrischend ist, dass die Beziehung zwischen Taylor und Driscoll  zwar thematisiert wird, es aber nicht darauf hinausläuft, dass die zwei mehrere Folgen lang darüber diskutieren, ob die Beziehung zu einem Arbeitskollegen die Professionalität gefährdet, sondern es – zumindest für den Moment – in dieser Folge abgehandelt wird. Nett ist der Einfall mit Don Flack, der am Tatort Kollegen von seinen in der Folge zuvor erlittenen Verletzungen erzählt und damit aufgezogen wird, er würde das nur machen, um Telefonnummern zu sammeln.
Im Zuge des geänderten Schnitts ist dieser allerdings ein wenig hektisch geworden. Positiv ist mir aufgefallen, dass immer dann, wenn die Ermittler im Gespräch den Namen eines Verdächtigen erwähnen, dieser kurz gezeigt wird, was die Geschichte etwas übersichtlicher macht. Mein persönliches Fazit: die Serie entwickelt sich. Ich bin gespannt, wie es jetzt weitergeht, da wesentliche offene Handlungsstränge (wie der Vergewaltiger aus Staffel 1, der in Staffel 2 Aiden umgebracht hat) ja schon abgeschlossen wurden. Und nachdem er nun mit Driscoll zusammen ist, haben sich frühere Handlungen um Taylors Treffen mit Frauen auch erledigt. Mal sehen, wie es weitergeht…

„Du darfst den Beweisen nicht vorgreifen!“
Mac Taylor

Über Thorsten Reimnitz 832 Artikel
Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist "Das Phantastische Projekt" mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

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