CSI – Den Tätern auf der Spur: Staffel 7 hat begonnen

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Mit „Mord nach Modell“ ist nun auch die letzte der CSI-Serien in eine neue Staffel in Deutschland gestartet, obwohl es sich ja eigentlich um die erste Serie handelt. Aber das wollen wir den Fernsehleuten mal nachsehen, sie haben sicherlich ihre Gründe dafür, auch wenn wir diese nicht verstehen. Und was für ein Auftakt, eine Doppelfolge, die uns manches Neues bietet.

Leider sind auch Wiederholungen zu erkennen. Dass ausgerechnet in der letzten Folge der vorigen Staffel eine der Hauptfiguren schwer verletzt wurde, gab es bei „CSI: NY“ auch (dort war es Don Flack, hier Jim Brass). Aber der Reihe nach, in klassischer Manier werden zwei Fälle parallel bearbeitet, da es eine Doppelfolge ist, handelt es sich um insgesamt vier. Bei der Feier zum Abriss des Spielcasinos „Rampart“, das Catherine Willows‘ Vater Sam Braun gehört, wird eine Leiche gefunden, ein Mann hat sich scheinbar selbst erschossen – aber er hält den Revolver fest in der Hand, was eigentlich nicht möglich ist. Beim „Cirque du Soleil“, der gerade in Vegas gastiert, wird unter der Bühnenkonstruktion eine tote Frau entdeckt, die augenscheinlich von der Hydraulik zerquetscht wurde. Aber sie ist keine Mitarbeiterin des „Cirque“, was hatte sie unter der Bühne zu suchen?
Im zweiten Teil wird ein Rockstar erschlagen in seiner Küche gefunden. Das Außergewöhnliche: neben ihm steht ein Miniaturmodell seiner Küche im Massstab 1:25, bis ins kleinste Detail nachgebaut – und mit einer Miniatur-Leiche. Selbst der Blutfleck wurde exakt nachempfunden, und zwar mit dem Blut des Opfers. Gleichzeitig erwacht Catherine in einem Motel. Sie kann sich an nichts mehr erinnern, außer dass sie am Abend zuvor mit Nick Stokes aus war. Doch Stokes ist mit einer Bekanntschaft früher gegangen und jemand anderes hat ihr einen Drink ausgegeben…

Ein Handlungsstrang wird beendet, ein neuer beginnt. So wie am Anfang der Doppelfolge das „Rampart“ in sich zusammenstürzt, so stürzt Catherines Vater über seine eigenen Betrügereien. Und der „Miniaturen-Mörder“ wird das CSI-Team noch auf Trab halten. Aber bleiben wir bei der heutigen Folge. Im Gegensatz zu den beiden anderen CSI-Serien ist man beim Original nicht so experimentierfreudig und verlässt sich komplett auf bekannte Elemente. Keine neuen Schnitttechniken oder Einstellungen, zwei Fälle laufen parallel, so dass das Team aufgeteilt wird. Lediglich in der deutschen Variante fällt auf, dass Doktor Robbins (Robert David Hall) offenbar eine neue Synchronstimme erhalten hat. Die romantische Beziehung zwischen Gill Grissom und Sarah Sidle, die in der letzten Szene der letzten Folge der Staffel 6 begonnen hat, ist in dieser Folge nur unterschwellig zu bemerken, fast so, als wollte man sich offenhalten, ob es sich um eine einmalige Sache handelte oder doch etwas Ernsthafteres wird. Und ohne zu viel verraten zu wollen, ich fand die Auflösung des Falls der toten Frau im „Cirque du Soleil“ mal wieder erfrischend abwechselnd. Der zweite Fall des ersten Teils war es auch, aber auf eine andere Weise, da dieser noch Auswirkungen in den zweiten Teil hinein hat. Nicht so ganz gefallen hat mir die Tatsache, dass mit Catherine Willows schon wieder ein Hauptcharakter in einen Fall direkt hineingezogen wird. Ich finde, Spannung kann man auch erzeugen, wenn man das Publikum nicht um seine „Helden“ bangen lässt. Das ist doch der eigentliche Hintersinn bei Krimis, oder?

Zusammenfassend: Auch diese Serie hat nichts von ihrem Schwung verloren. Doch wie „CSI: Miami“ und „CSI: NY“, so muss auch diese beweisen, dass sie das Niveau im Verlauf der nächsten Folgen bis zum Staffelfinale halten kann.  Dann sehen wir uns wieder und blicken zurück…

„Konzentriere Dich auf das, was nicht lügen kann: der Beweis!“
Gil Grissom

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3 Kommentare

  1. Hallo!
    Habe Ihre drei Rezensionen an den jeweiligen Erscheinungstagen gelesen und haben mir gut gefallen. Weiter so – Ich hoffe Sie berichten wieder davon.
    Lg, Philomenon

  2. Vielen Dank. Ich bin zurzeit am Überlegen, in welchen Abständen ich darüber schreiben soll, da es bis zum Staffelfinale doch eine lange Zeit ist und ich mir über eine wöchentliche Rezension nicht sicher bin. Auf der anderen Seite habe ich zum Beispiel bei der Rezension zu „CSI: Miami“ bemerkt, dass in der zweiten Folge nicht mehr auf das Spannungsverhältnis zwischen Ryan Wolfe und Boavista eingegangen wird – und prompt gab es in der dritten Folge wieder eine Szene zwischen den beiden.

    Sie sehen, ich schwanke zwischen „nicht zu viel Zeit vergehen lassen“ und „nicht zu häufig schreiben“.

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