Die Eroberung des Weltraums

Werbung

Getreu dem Motto „Science Fiction und mehr„, mit dem dieses Blog überschrieben ist, wollen wir heute eine neue Reihe einführen, nämlich die Entwicklung der Raumfahrt und die Raumfahrt heute. Wie die Raumfahrt der Zukunft aussieht, das wissen wir dank der ASTROCOHORS-Geschichten :-).

Lange Zeit war Raumfahrt ein Thema für Phantasten, was mitunter auch am beschränkten Wissen über die Gestalt des „Raumes zwischen den Planeten“ lag. Noch im 19. Jahrhundert war man der Idee verfallen, dieser Raum könne nicht leer sein und erklärte die Anwesenheit eines unsichtbaren Stoffes, den so genannten „Äther“. Dieser „Äther“ solle fest genug sein, dass man Raumschiffe mit Schrauben versehen konnte, ähnlich wie Schiffe auf dem Wasser. Die Schiffe würden durch die „Ätherschraube“ genug Rückstoß erhalten, damit man zu anderen Welten fliegen konnte.

Dem Russen Konstantin Ziolkowski (1857-1935) und dem Deutschen Hermann Oberth (1894-1989) sind erste wissenschaftliche Erkenntnisse über Raketen und deren Technik zu verdanken, was 1923 in Oberths Grundgleichung der Raketentechnik mündete und das Konzept der Stufenrakete aufbrachte.

Ab 1910 entwickelte der US-Amerikaner R. H. Goddard (1882-1945) kleine Raketenmotoren mit Flüssigkeitsantrieb, ebenso wie der Südtiroler Astronom und Raketenpionier Max Valier (1895-1930). In den 1930er Jahren entdeckte das Militär die Raketenforschung für sich, so sah das Deutsche Reich darin beispielsweise die Möglichkeit, neue Waffen zu entwickeln, mit denen man die Bestimmungen des „Versailler Vertrags“ umgehen konnte. Einen großen Anteil an den Weiterentwicklungen hatte Wernher von Braun (1912-1977) – von Peenemünde 1934 und der A4 (dem Vorbild vieler sowjetischer/russischer und US-Raketen) bis zur Saturn V der Mondlandungen 1969-1972. Er und einige andere Ingenieure waren nach dem Krieg in die USA gebracht worden, da man dort – genauso wie in der Sowjetunion – das Potential ihrer Arbeit erkannt hatte. In den Folgejahren entsteht das, was man später den „Wettlauf ins All“ nennen wird, die beiden Großmächte versuchen, sich gegenseitig mit ihren Erfolgen zu übertrumpfen. Einen wahren „Sieger“ gibt es nicht, da beide Seiten etliche Erfolge für sich verbuchen können. Die Entwicklung geht wie folgt weiter:

  • 3. Oktober 1942: Eine A4-Rakete (auch als V2 bekannt) ist das erste von Menschen konstruierte Objekt, das die Grenze zum Weltraum durchstößt (85 km). Andere V2-Raketen sollen kurze Zeit später Höhen bis 120 km erreicht haben.
  • 21. Juli 1953: Das DLR (Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt) wird gegründet.
  • Juli 1955: Gründung des NAL (National Aerospace Laboratory of Japan)
  • 4. Oktober 1957: Sputnik 1, der erste von Menschenhand gebaute Satellit. (Sowjetunion)
  • 3. November 1957: Sputnik 2, brachte mit der Hündin Laika das erste Lebewesen ins All. (Sowjetunion)
  • 1958: Die NASA (National Aeronautics and Space Administration) wird gegründet. (USA)
  • 13. Dezember 1958: Etablierung des UNOOSA (United Nations Office for Outer Space Affairs).
  • 12. April 1961: Wostok 1, Juri Alexejewitsch Gagarin fliegt als erster Mensch in das Weltall. (Sowjetunion)
  • 1961: Gründung der CNES (Centre national d’études spatiales).
  • 1962: Gründung der ELDO (European Launcher Development Organisation) durch verschiedene europäische Staaten; nach der Aufnahme weiterer Staaten wird die Organisation noch im gleichen Jahr in ESRO (European Space Research Organisation) umbenannt.
  • 16. Juni 1963: Wostok 6, Walentina Wladimirowna Tereschkowa fliegt als erste Frau in den Weltraum.
  • April 1964: Gründung der ISAS (Institute of Space and Aeronautical Science) in Tokyo.
  • 18. März 1965: Woschod 2, Der erste Mensch Alexei Leonow verlässt ein Raumschiff und schwebt frei im Weltraum.
  • 3. Februar 1966: Luna 9 Erste weiche Landung auf einem anderen Himmelskörper, dem Mond. (Sowjetunion)
  • 21. Dezember 1968: Apollo 8, zum ersten Mal verlassen Menschen die Erdumlaufbahn. (USA)
  • 16. Juli 1969: Apollo 11, Start zur ersten Mondlandung. Neil Armstrong betritt am 20. Juli 1969 als erster Mensch den Mond, gefolgt von Buzz Aldrin. Michael Collins (alle USA) fliegt das Apollo-Mutterschiff.
  • 1. Oktober 1969: Gründung der NASDA (National Space Development Agency of Japan).
  • 15. Dezember 1971: Venera 7, erste weiche Landung auf einem anderen Planeten, der Venus (Sowjetunion).
  • 1972: Gründung der ASA (Austrian Space Agency).
  • 1973: Die ESRO wird in eine einheitliche neue Organisation umgeformt, die ESA (European Space Agency).
  • 12. April 1981: Der Space Shuttle Columbia startet zu seinem Erstflug. Es ist das erste wiederverwendbare Raumschiff.
  • 1985: Gründung des BNSC (British National Space Centre).
  • 1988: Gründung der ASI (Agenzia Spaziale Italiana).
  • 1989: Gründung der CSA (Canadian Space Agency).
  • 20. November 1998: Mit dem Start des russischen Sarja-Moduls beginnt der Aufbau der Internationalen Raumstation ISS, dem bisher größten Projekt in der Raumfahrt.
  • Oktober 2003: Aus den drei japanischen Organisationen NAL, ISAS und NASDA wird die JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency).

Und die Geschichte geht weiter… zum Beispiel in diesem Blog unter dem Stichwort „Raumfahrt“, wo wir in Zukunft aktuelle Mitteilungen zum Thema veröffentlichten werden.

Werbung

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*