"STAR WARS: Labyrinth des Bösen" von James Luceno

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Obi-Wan: „Wenn ich nur etwas langsamer gewesen wäre…“
Anakin: „Meister, Eure Angst ist nur in Eurem Kopf!“
Obi-Wan: „Ach so, dann denkst Du also, dass ich ohne Kopf keine Angst mehr hätte?“
(aus Labyrinth des Bösen. Obi-Wan und Anakin diskutieren über ein riskantes Manöver von Anakin mit seinem Lichtschwert.)

Auf die Geschichte wurde ich aufmerksam, weil sie nicht nur als Roman erschienen ist, sondern auch als Hörspiel bearbeitet wurde. Sie schließt eine Lücke zwischen Episode 2 und Episode 3. In der Galaxis toben die Klon-Kriege, doch die Republik gewinnt langsam die Oberhand. Mit Cato Neimodia steht nun die Welt des Vizekönig Gunnray, einer der Anführer der Separatistenbewegung, vor dem Fall. Gunnray selbst ist auf seine Heimatwelt zurückgekehrt, um seine Besitztümer in Sicherheit zu bringen und Spuren zu verwischen. Letzteres gelingt ihm nur schlecht, denn Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker finden einen Stuhl, der sie auf die Spur der Separatistenführer bringt, die neben Count Dooku von einem Cyborg unterstützt werden. Sein Name: General Grievous…

Die Geschichte nimmt sich einiger ungeklärter Fragen an. Zum Beispiel der, wer die Klon-Armee in Auftrag gegeben hat, die die Republik so bereitwillig in ihrem Krieg benutzt. Wie wurde Grievous zu einem Cyborg? Wie kam es zum Angriff auf Coruscant (am Anfang von Episode 3)? Und warum hustet Grievous so furchtbar? Sogar auf das in Episode 3 erwähnte Training von Grievous, das er von Dooku erhielt, wird eingegangen. Die Geschichte fügt sich dabei nahtlos zwischen die zwei Episoden ein und widerspricht den Filmen nicht, im Gegensatz zu manch anderen Romanen. James Luceno hat ein würdiges „Bindeglied“ zwischen den zwei Filmen geschaffen, das natürlich offen endet, weil es ja an den Anfang von Episode 3 passen muss.

Die Hörspiele sind nochmal eine Klasse für sich. Die Geschichte ist in drei etwas über eine Stunde lange Teile aufgeteilt worden, damit ist sie insgesamt länger als ein STAR-WARS-Kinofilm. Sie sind die ersten STAR-WARS-Hörspiele, die nicht von einem Film stammen und können damit das Medium voll ausnutzen, was sie auch tun. Während es bei den Hörspielen zu den Filmen unerlässlich ist, dass der Erzähler dem Hörer die Szenerie ausführlich schildert, wird dieser hier nur spärlich und bei absoluter Notwendigkeit eingesetzt. Den Rest erklären die handelnden Figuren selbst, was für etwas mehr Tempo sorgt. Hervorzurheben ist ebenfalls, dass alle Synchronsprecher, die man schon von den Filmen kennt, hier zum Einsatz kommen und somit kein Bruch entsteht. Leider bleibt dadurch das Geheimnis um Darth Sidious keines, weil man sehr deutlich hört, wer hinter dem dunklen Lord steckt. Hier hätte man entweder die Stimme von Sidious verzerren (ähnlich wie es dann in Episode 3 geschah in der Szene zwischen Anakin und Sidious) oder für den Sidious-Part – wie bei der Synchronisation von Episode 1 – die Stimme von Bert Franzke nehmen müssen. Dieser Fauxpas stört das positive Gesamtbild eigentlich nicht, aber das muss jeder für sich entscheiden.

Natürlich wurden für das Hörspiel die original Toneffekte und die Musik von John Williams verwendet, anderenfalls wäre es nicht STAR WARS. Positiv fällt auf, dass die Titelmusik nur am Anfang der ersten CD gespielt wird, was den inneren Zusammenhalt der Geschichte fördert. Es sind eben nicht drei Teile, sondern drei Kapitel eines Teils. Als STAR-WARS-Fan kann man eigentlich nur sagen: Weiter so. Richtig interessant wäre es, wenn man sich dazu entschließen könnte, einen oder mehrere der Romane, die nach Episode 6 spielen, zu vertonen, natürlich auch mit den richtigen Sprechern (Hans Georg Panczak als Luke Skywalker, Susanna Bonaséwicz als Prinzessin Leia, Wolfgang Pampel als Han Solo und Joachim Tennstedt als C3PO). Mal sehen, was die Zukunft bringt.

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Labyrinth des Bösen, Teil 3

Star Wars. Labyrinth des Bösen. – Der Roman von James Luceno

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Über Thorsten Reimnitz 844 Artikel

Geboren am 4. August 1970 in Diez an der Lahn schreibe ich Geschichten, seit ich schreiben kann. Das Projekt, an dem ich am längsten arbeite, ist „Das Phantastische Projekt“ mit all seinen Facetten, das am 7. August 1985 seinen Anfang nahm.

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