Sturmflutenwelt "Blanker Hans" – Ereignisse von gestern… und vielleicht von morgen?

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Das Szenario der Wissenschaftler ist eindeutig – wir müssen mit extremeren Wettersituationen und einem Ansteigen des Meeresspiegels rechnen. Wir müssen uns also in Zukunft auf mehr Stürme und auch auf Sturmfluten einstellen. Aber wie kommt eigentlich eine Sturmflut zustande? Und wie kann man sich schützen? Fragen wie diese beantwortet seit dem 15. April 2006 das Sturmflutenmuseum „Blanker Hans“, das uns einen Einblick in vergangene Ereignisse gewährt, die meteorologischen Zusammenhänge erklärt und damit zeigt, auf was wir morgen vielleicht treffen könnten.

Es war am Freitagabend des 16. Februar 1962 als er plötzlich wieder da war. Schon seit Jahren hatte man nichts mehr von ihm gehört. Doch nun stand er unmittelbar vor unzähligen Türen und zeigte sein tosendes, wahres Gesicht – der Blanke Hans (norddeutscher Begriff für die tosende und raue Nordsee) war zurückgekehrt. Die ersten Deiche waren schon gebrochen und in Panik verließen die Dithmarscher ihre warmen Wohnzimmer und fanden in der höher gelegenen Gaststätte „Zum Deichgrafen“ Zuflucht. Dachten sie…

Seit dem 15. April 2006 wütet das wilde Meer am Büsumer Kutterhafen: Besucher der „Sturmflutenwelt Blanker Hans“, der neuen Attraktion des Nordsee-Heilbads, tauchen in virtuelle Flut-Welten ein. Auf der Fahrt in einer „Rettungskapsel“ geht?s mitten hinein ins Abenteuer. Eine Ausstellung bietet zudem Informationen über den Wasserkreislauf, Wetter-Phänomene, Gezeiten oder die Geschichte der Sturmfluten und des Küstenschutzes.

Der erste Spatenstich im August 2005 leitete den Bau für die neue Attraktion ein. Mit dem Projekt „Blanker Hans“ bekommt das Nordsee-Heilbad Büsum eine für Schleswig-Holstein einzigartige Erlebniswelt, die Touristen und Einheimischen ein weiteres Ausflugs-Highlight bietet. Hier erleben Besucherinnen und Besucher aller Generationen die enormen Naturgewalten des „Blanken Hans“ sinnlich und spielerisch. Es werden Geschichte der Region, Information und Erlebnis auf eine besondere Weise miteinander verknüpft. Der Fahrgast erlebt multimedial natürliche Kreisläufe. Sinnliche Erfahrung und spielerisches Lernen durch interaktive Angebote nehmen in der Büsumer Sturmflut-Erlebniswelt einen großen Raum ein. Mit dem neuartigen Konzept werden sowohl die jungen Menschen als auch die Altersklasse der Seniorinnen und Senioren emotional angesprochen. „Erlebniswelt Sturmflut“ berührt alle Sinne. So wird der beabsichtigte Lernprozess Teil des Erlebens. Besucher können auf eigene Initiative unterhaltend und informativ die Themen wie z.B. Gezeiten, Klimawandel und Sturmfluten verstehen und erfahren.

Der „Bahnhof“ für den Ausflug in die Welt der Sturmflut-Rettungskapsel liegt an der B203, die direkt nach Büsum hinein führt. Das Areal für die Erlebniswelt umfasst mehr als 6000 Quadratmeter. 200.000 Menschen werden pro Jahr in dem 7,5 Millionen Euro teuren wellenförmigen Themen-Zentrum am Kutterhafen erwartet.

Das Nordsee-Heilbad Büsum realisiert diese einzigartige Besucherattraktion mit Hilfe des Deutschen Pavillons der Weltausstellung 2005 in Japan. Der „Experience Ride“ war das Kernstück der deutschen Präsentation in Japan und wurde nach Ende der Weltausstellung abgebaut und nach Büsum verschifft, um dort Teil der Sturmfluten-Erlebniswelt zu werden.

Mehr Informationen (Anreise, Öffnungszeiten, Eintrittspreise) erhalten Sie unter www.blanker-hans.de.

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